2000
Paddelwochenende
Michelbach
Vogesenwanderung
2001
Sissi-Tours
Tour de Murg
Hexenschmaus
2002
Vogesen-Tour
2003
Paddelwochenende
Rad-Tour
Herren 3 in Bernau
2004
Hüttenwochenende
Rodalben
Herren 3 in Violau
2005
Ausflug nach Speyer
Ausflug nach Rust
2007
Winterfeier 2007 
Vogesen 2007
Ausflug nach Rust
2008
Ausflug nach Oberkirch
2009
Kanutour
2010
Winterfeier 2010
Heidelberg 2010
Schweiz 2010
Freundschaftsspiel gegen Ulm
2011
Radtour 2011
Bild Hüttenwochenende
2012
Ausflug nach Weinheim
2013
Rebenbummeln“ am Kaiserstuhl

TT-Ausflug am 23.06.2012 nach Weinheim 

Bei idealem Ausflugswetter machten sich am Samstag den 23.06.2012 elf unternehmungslustige TT-ler auf nach Weinheim. Die Touristikseite im Internet verspricht folgendes von unserem Ausflugsziel: 

Leben wie im Urlaub, und das jeden Tag. Sanfte Hügel mit Burgen, exotisch anmutenden Wäldern, Parks und Weinbergen charakterisieren die Bergstrasse, deren Mittelpunkt Weinheim ist. Zwei Burgen, der romantische Marktplatz mit seinem mediterranen Flair, die Grünen Meilen, Parks und Gärten.

Für einige unter uns war das komplettes „Neuland“ und so ließen sie sich einfach überraschen, was Bruno sich für diesen Tag ausgedacht hatte. 
Nach knapp 1,5stündiger Fahrt mit S-Bahn und IC haben wir das Ziel an der Bergstrasse erreicht. Aber wieso „Bergstraße“ dachten sich einige von uns, wenn die Fahrt über Heidelberg doch komplett in der Rheinebene verlief. Aber schon bald durften wir in der schönen, historischen Altstadt mit vielen Treppenstufen und hügeligem Gelände vorlieb nehmen. 
Zwar hat der erste Einkehrschwung in der Weinheimer Hausbrauerei nicht geklappt, da die Tore um kurz nach 10:00 Uhr noch verschlossen waren, aber nach kurzem Spaziergang durch die Fußgängerzone  konnten wir am historischen Markplatz einen ersten Umtrunk nehmen. Reges Treiben in den Cafes und am Gemüsemarkt ließen die Augen einfach so umherschweifen. 
Es war noch eine halbe Stunde Zeit bis die organisierte Stadtführung losging. Am Marktbrunnen erwartete uns bereits die Magd Hildegundis, die zwar des Schreibens und Lesens nicht mächtig war, dafür aber viel besser erzählen konnte. Nicht umsonst heißt die Tour „Mit der geschwätzigen Magd durch die Altstadt“. 

Etwas historische Geschichte belegt mit wenigen Jahreszahlen, Informationen zu  Fürsten und ihre Huben, Land und Leute, Fachwerks- und Handwerkskunst bildeten die Grundlage für die abwechslungsreiche und kurzweilige Tour. Und zusätzlich gab es auch noch Erklärungen über den Ursprung von alten Begriffen und Redensarten. Denn wer weiß schon, woher die Begriffe „Torschlusspanik“, „in die Bresche springen“ oder „etwas ausbaden müssen“, stammen. Die Ausflugsteilnehmer sind jetzt schlauer, vorausgesetzt sie haben es nicht schon wieder vergessen. Und so gingen wir mit der in historischen Gewändern bekleideten Magd gut in den Dialog und insbesondere Dietmar konnte sie mit seinem Wissen beeindrucken. An der ein oder anderen Stelle haben wir etwas zu lang geplaudert, sind durch die Gassen geschlendert und die Photographen kamen am Ende der Gruppe wie gewohnt nicht hinterher, was dazu führte, dass die Tour deutlich länger als die geplanten 90 Minuten ging. Es war jetzt allerhöchste Zeit für das Mittagessen. Das Restaurant Kugelofen am Markplatz lag aber direkt vor der Nase und in einem schönen Raum im Obergeschoss konnten wir ganz unter uns, gut und lecker essen. 

Am Nachmittag war wie versprochen freies Programm. Einen Teil zog es auf die Burgruine Windeck. 
 

Der kurze, etwas steile Aufstieg wurde belohnt mit einem herrlichen Blick auf die Altstadt und ein kühles Bier wartete auch schon im Burggarten. Den ursprünglich geplanten Aufstieg zur Wachenburg (siehe linkes Bild rechts oben) wurde aus zeitlichen Gründen und teils falschem Schuhwerk nicht mehr in Angriff genommen. 

Der Rest vergnügte sich im Exotenwald, den Gärten und Parks oder bummelte nochmals in der Fußgängerzone und konnte so zahlreiche Hochzeitspaare bestaunen, die sich zuvor im schönen Schloss das Ja-Wort gegeben hatten. 
Am späten Nachmittag blieb dann noch Zeit für ein Eis bevor es um ca. 18:00 Uhr wieder zurück ging. Etwas erschöpft aber zufrieden ging für die meisten ein schöner Ausflugstag zu Ende. 

Bruno Kistner
01.07.2012 

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Heidelberg und das WM-Viertelfinale

Für unseren lang geplanten Ausflug nach Heidelberg hatten wir doch  tatsächlich den bisher heißesten Tag des Jahres erwischt.  Abkühlung versprach zuerst nur der Sektumtrunk im Zug. Danach galt das Motto für die insgesamt 17 TeilnehmerInnen: So wenig als möglich bewegen, jeden erdenklichen Schatten aufsuchen, wenigstens auf der Schifffahrt von Neckargemünd nach Heidelberg einen halbwegs frischen Luftzug erhaschen oder später im herunter gekühlten Kaufhaus die Shoppinglaune ausleben. Aber damit nicht genug. Denn richtig heiß ging es dann in der gemütlichen Altstadtkneipe beim WM-Viertelfinale gegen Argentinien her. Nach dem Schlusspfiff konnten wir den sensationellen 4:0 Sieg ausgelassen feiern und uns dann auch noch in den Rummel auf Heidelbergs Straßen stürzen.  Ein herzliches Dankeschön geht an das Organisations-Team, allen voran unseren Abteilungsleiter Bruno Kistner. Der Ausflug und dieses sensationelle Fußballspiel wird allen noch lange in Erinnerung bleiben.

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Kanutour an der Lahn vom 31.07.-02.08.2009 

Wie jedes Jahr üblich, ist das erste Ferienwochenende traditionsgemäß für die letzte gesellige Aktion in der Saison verplant. Wenn die Einladung zur üblichen „Vogesenwanderung“ erfolgt, ist die Vorfreude auf das verlängerte Männer-Wochenende meist schon sehr groß.  Allerdings ging es dieses Mal ausnahmsweise in den Norden und da hier die „Berge“ in der Regel etwas flacher sind, haben wir für einen Tag die Fortbewegungsart gewechselt und so waren wir mit dem Kanu oder besser gesagt 4 Kanadiern auf der Lahn unterwegs von Weilburg nach Runkel. Mit dabei waren wie immer auch ein paar gute alte Freunde und Gäste des Tischtennis. 
Damit aber keiner ganz auf das Wandern verzichten musste, stand freitags nach der Anreise zunächst eine kleine, gemütliche 11 Kilometer lange Rundwanderung um Runkel bzw. auf dem Lahnhöhenweg auf dem Programm. Abends wurde auf dem Campingplatz gegrillt und bei Lagerfeuer und „Feuerwasser“ durften wir das Leben rund ums Tipi erleben. 

Am nächsten Morgen wurde es aber ernst. Mit dem Zug ging es von Runkel nach Weilburg und nach einem ausgiebigen Frühstück in der Weilburger Innenstadt übernahmen wir dann unsere 4 Boote. Ohne große Übung ging es gleich in Deutschlands einzigen für Kanufahrer schiffbaren Tunnel mit anschließender Doppelschleuse. Da wir auf der 26 km langen Strecke keine reisenden Fluten vorfanden, war überhaupt nicht daran zu Denken, sich einfach treiben zu lassen. Also musste richtig an den Paddeln gearbeitet werden, um wieder zum Ausgangspunkt zurück zu kehren. Dies gelang uns auch ohne Verluste bzw. nach drei weiteren Schleusfahrten. Aufgrund der ungewohnten Sitzhaltung und den steigenden Temperaturen am Nachmittag waren wir dann alle wieder froh, als wir unser Ziel vor Augen hatten: 

Am Sonntag ging es noch kurz in die Limburger Innenstadt und nach einem ausgiebigen Brunch traten dann alle zufrieden die Heimreise an. 
Gerüchten zufolge, soll es nächstes Jahr zum Wandern in die Schweiz gehen. Wir hoffen, dass alle wieder mit dabei sind. 

Aber jetzt heißt es wirklich mal entspannen. Dazu wünschen wir allen gute Erholung und schöne Ferien. 

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Tipi und Schnapslehrpfad

18 angehende Squaws und Indianer haben sich am Samstagmorgen bei strömendem Regen mit der S-Bahn Richtung Oberkirch aufgemacht, getreu dem Motto: Ein Indianer kennt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Bekleidung. Ein Becher Sekt in der S-Bahn, persönlich serviert von unserem Häuptling Bruno, heiterte die Mienen ganz schnell auf und der Geräuschpegel in der Bahn stieg auch deutlich an und spätestens jetzt wusste jeder, dass Peter mit an Bord war. Die erste ernsthafte Hürde, nämlich das Umsteigen in Achern von der Bahn in den Bus (und das alles innerhalb von fünf Minuten) wurde ohne Probleme gemeistert. Selbst die größten Optimisten hätten es nicht für möglich gehalten, aber Oberkirch zeigte sich von seiner schönsten Sonnenseite. Und wie es sich gehört, wurde auch etwas erobert, nämlich die Burgwirtschaft der Schauenburg. Der kurze heftige Anstieg hatte für einigen Wasserverlust gesorgt und so wurde dann in gemütlicher Runde im Freien der erste Durst und der kleine Hunger gestillt. Der Regen ließ dann doch nicht allzu lange auf sich warten und so wurde großzügig auf die Burgbesichtigung, die auch wieder mit einer kleinen Steigung verbunden gewesen wäre, verzichtet. Zu Fuß ging es dann weiter in Richtung Oberkirch-Ödsbach zur „Unter Heuberg-Brennerei“, wo das Geheimnis der Schnapsbrennerei gelüftet werden sollte. Und wo kann man das besser als in Oberkirch, das mit 891 Hausbrennereien aufwarten kann. Wen wundert’s, dass bei so viel „Wässerchen und Geistern“ in Oberkirch ein Schnapslehrpfad eingerichtet wurde. Entlang der mit kleinen Vogelhäuschen bestückten Strecke hat der Brenner und Hausherr Georg Halter über die verschiedenen Früchte und Obstsorten sowie die daraus entstehenden Edelbrände und Liköre aus dem Nähkästchen geplaudert. In einigen Vogelhäuschen war auch ein kleines Versucherle versteckt, das gerne angenommen wurde. Tja und dann setzte auch schon wieder der Regen ein – Zeit für das Tipi und wie es sich für ein Tipi gehört, war auch ein richtig schönes Lagerfeuer vorbereitet. Bauchspeck, Würstchen und leckeres Stockbrot standen bereit. Wer jetzt denkt, es ist kein Problem, sein Grillgut im offenen Feuer zuzubereiten, der hat unsere Indianer noch nicht gesehen; es wurden Techniken entwickelt, die die Fantasie einiger beflügelten. Für viel Spaß war also gesorgt und obwohl Martin seine Gitarre nicht dabei hatte, hat sich ein Gesangsduo ganz spontan zu einer Gesangseinlage „Komm hol das Lasso raus“ hinreißen lassen. Pünktlich zur Rückreise (mit einigen Flaschen im Gepäck) hatte sich der Regen wieder verzogen. Ein bisschen nass ist es dann doch noch geworden und zwar ganz zum Ende dieses schönen Ausfluges, aber das konnte der guten Stimmung keinen Abbruch mehr tun. Ein ganz herzliches Dankeschön an Bruno Kistner, der diesen Ausflug perfekt vorbereitet hatte und auch an Gudrun Deck, die in der Vorbereitung aktiv war. 

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Schüler Europapark Wochenende

Am vergangenen Samstag waren wir mit 17 Teilnehmern unterwegs zu Silverstar, Poseidon, Schweizer Bobbahn und Co. Nachdem sich schnell Kleingruppen zusammengefunden hatten (alles Vielfahrer), zog man los um den Park zu erkunden, d.h. die meisten waren ja eh schon Kenner! Da brauchten die Betreuer Jessica, Thomas, Herr Kottek und Martin kaum Vorschläge zu unterbreiten, wo als nächstes anzustehen war. Leider waren die Wartezeiten doch ein wenig lang. (Silverstar bis zu 1 Std.) und so konnte man Euro Sat, Euro Mir, der Schweizer Bobbahn und dergleichen  einen Besuch abstatten. Nur unser Jüngster musste alterstechnisch bei der großen Bahn passen, dafür räumte er am Büchsen-Wurf-Stand kräftig ab und kehrte verdienter- maßen mit einer großen Stoffpuppe nach Hause. Nach einer Wasserschlacht mit Wasserluftballonbomben, traf man zwischendurch bekannte Gesichter aus Durmersheim, hatte doch die Raiffeisenbank für junge Kids eine Reise organisiert.  Für manch einen war die Fahrerei dann eine Herausforderung, da man zum ersten mal auch mit den großen Fahrgeschäften fahren durfte. Und so waren die Betreuer um so beruhigter, dass wir abends nach einem tollen Ballon-Aufstiegs-Abschieds-Spektakel mit allen gesund und munter die Heimreise antreten konnten. 

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Winterfeier `07

Dass die Tischtennisler das Feiern verstehen, konnten sie einmal mehr bei der diesjährigen Winterfeier unter Beweis stellen.
Nachdem erfreulicherweise so zahlreich der Einladung unseres Festausschusses gefolgt wurde, war es dann „proppenvoll“ in der „Würmscher Waldhütte“, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.
Bei Schnitzeln, leckeren Salaten, Kuchen und allerlei Flüssigem (es geht doch nichts über einen Krug „Vogel“) wurde dann die Grundlage für einen geselligen Abend gelegt, den einige ganz harte Zocker noch zu später Stunde beim Pokern ausklingen ließen.
Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an alle fleißigen Helfer, Salat- und Kuchenspender.

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Tischtennisjugend im Europapark Rust

Wir sind regelrecht geflogen, mit dem silbernen Stern. Gemeit ist die Achterbahn Silverstar im Europapark in Rust. Bei optimalem Freizeitparkwetter, sonnig aber nicht zu heiß, ist unsere Tischtennistruppe mit den Betreuern Gudrun, Bertram, Mathias und Martin am vergangenen Samstag zu unserer diesjährigen Jugend-Freizeitaktion aufgebrochen. Die Hände zum Himmel war das Motto, es wurde gefahren, was die Anstehzeiten zuließen. Während manch Betreuer keinen Appetit mehr auf Essen hatte, äußerte ein Jungster auf die Frage nach der Fahrt im Silverstar wie es war: "Ich hab unterwegs Hunger bekommen." Zu den Gladiatorenkämpfen, eine tollen Action-Show im Park, konnten nur wenige bewegt werden. Gegen 18:00 Uhr ließ man dann die Silverstar am Parkplatz nochmal über unsere Köpfe hinwegdonnern und kehrte zufrieden mit vielen schönen Erlebnisse zurück nach Hause.

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Rund um Rodalben und 7 Burgen auf einen Streich

[ Gruppenbild von Martin ]
Das diesjährige Wanderwochenende der Tischtennisherren (und Freunde) wurde ausgerechnet von Michael Ritzkowski organisiert – und das lies nichts Gutes erahnen, ist er doch bekannt dafür, dass er schnell mal 180 km mit dem Rad fährt oder Wanderungen unter 20 km als „Sissi-Tours“ bezeichnet. Schon die Ankündigung, dass für die ersten beiden Tage der Felswanderweg um Rodalben (Pfalz) mit 45 km Länge und am 3. Tag die 7 Burgentour mit ca. 23 km geplant waren, bestätigte die bösen Vorahnungen. Einziger Lichtblick: die Rückkehr jeden Tag zum Hotel, sodass nur der „kleine Tagesrucksack“ mit Essen und Trinken (letzteres in rauen Mengen) geschleppt werden musste. 
Aber selbst Michael sah ein, dass das ohne ausreichende Stärkung nicht geht, und so wartete nach der kurzen Fahrt zum Hotel ein gut bestücktes Frühstücksbuffet auf uns. Anschließend wurden sofort die Wanderstiefel geschnürt und Michael, bewaffnet mit einer Karte, die er wohl von seinem Großvater geerbt hat, begann den Einstieg in den Felswanderweg zu suchen. Dazu musste erst der ganze Ort durchquert werden („Hier gibt’s Straßen, die sind im Plan gar nicht eingezeichnet!?!“, O-Ton Michael) und trotz gut gemeinter Ratschläge einiger Einwohner dauerte es fast eine Stunde, bis wir auf dem richtigen Weg waren. Aber dann ging es schnell voran, denn der Weg war breit und wies keine schweren Steigungen auf. Nur ein bisschen dunkel war´s, da die Nadelbäume sehr dicht standen und schon bald meinte unser „El Presidente“ Klaus: “Mach´ doch mol oiner ´s Licht o!“ 
Entlang des Weges standen etliche Bänke und Tische und luden zu häufiger Rast ein, was die zwölfköpfige Schar nur zu gerne annahm, wurde doch nach jeder Rast der Rucksack leichter! Doch dieser Umstand und die lange Suche nach dem Einstieg führten dazu, dass mit 10:2 Stimmen die erste Tagestour ca. 5 km vor dem geplanten Ziel abgebrochen wurde. Aber Michael lies keine Zweifel daran aufkommen, dass er uns keinen Meter schenken wollte und damit die Samstagstour halt etwas länger würde. 
Nach dem Duschen wurde das Abendessen im Gasthof des Hotels, ein paar hundert Meter entfernt, eingenommen. Danach ging´s zum Hotel zurück und auf der Treppe vor dem Haus machten wir es uns gemütlich, ließen ein paar Flaschen Rotwein kreisen und trällerten ganz leise ein paar Liedchen. 
Am 2. Tag lies Michael seine Drohung wahr werden und wir mussten da weiterlaufen, wo wir tags zuvor abgebrochen hatten. Doch das Wetter war gut, der Weg relativ eben und die Bäume standen heute nicht so dicht, sodass wir immer wieder eine schöne Aussicht genießen konnten. Dabei blieben ein paar von uns zurück, auf die wir bei der zweiten Rast warten mussten. Klaus, der Lust auf kaltes Radler hatte (angeblich in einem Rucksack bei den Nachzüglern) rief laut, dass sie sich doch beeilen sollten, er hätte Durst. Sie beeilten sich auch tatsächlich, und Peter, diensteifrig und zuvor- kommend wie immer holte eine Flasche Radler aus seinem Rucksack. Dass ausgerechnet er es fertigbrachte sich ohne zu schneiden die Flasche mit der stumpfen Seite eines Messers zu öffnen, hätte eigentlich jeden stutzig machen müssen. Und kaum hatte Klaus seinen ersten Schluck „genossen“, war jedem klar, dass hier etwas faul war. Hatten die Lausbuben doch das gute, kalte Radler weggeschüttet (in ihren Hals natürlich) und die Flasche mit Wasser aufgefüllt. Klaus war natürlich sofort klar, dass er damit „Sepp des Tages“ war. Als uns dann auch noch im weiteren Verlauf zwei Mountainbiker überholten und alle riefen: „Klaus da kommen zwei warme Radler.“, war das Gelächter groß. Die dritte Rast, zu der Martin seinen berühmten Feuerzauber servierte (und das bei 30° im Schatten), lies die Gruppe auseinanderbrechen. Nach Bruno, der heute gar nicht erst angetreten war, und Jürgen, der wegen Knieproblemen abbrechen musste, beschloss nun einer nach dem anderen, dass für heute Schluss war. Zum Schluss blieben nur Michael, Bernd und Steffen übrig, die den Rest der Strecke in Angriff nahmen und bis 17:30 Uhr auch schafften. Bruno hatte tagsüber nicht nur das örtliche Schwimmbad besucht, sondern für den Abend ein Lokal ausfindig gemacht. Dort konnten wir im Freien die Abendmahlzeit einnehmen und anschließend Geralds Howie-Imitation, sowie Martins Gitarrenspiel lauschen. Auch dieser Abend fand seinen Abschluss vor dem Hotel und die Nacht wurde wieder sehr kurz. 
Der 3. Tag hätte eigentlich ruhig und ohne Probleme verlaufen können, wäre da nicht...
Unser Technik-Experte Peter H. aus M. hatte mal wieder zugeschlagen! Zusammen mit Jürgen und Dieter war er mit dem Motorrad angereist (alleine hätte man ihn auch nicht fahren lassen dürfen!!!). Schon am 1. Tag wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass er vergessen hatte, das Standlicht auszumachen, was ihn aber offensichtlich nicht weiter bedrückte. Am Abend des 2. Tages war das Licht aus, aber nicht weil Peter den Schalter gefunden hätte. So kam was kommen musste. Um die Burgen-Tour anzutreten war eine kurze Fahrt nach Schönau angesagt. Peters Motorrad sprang natürlich nicht an und obwohl die Straße abschüssig war, schaffte es auch Jürgen nicht, die Maschine in Gang zu  bekommen. Die Batterie war nicht nur leer, sie war tiefentladen. Selbst das Ausleihen eines Überbrückungskabels brachte nichts und Peter musste seine Maschine wohl oder übel stehen lassen. Diese Geschichte hatte uns doch eine volle Stunde gekostet. Nichts desto Trotz trat man frohen Mutes den Anstieg zur ersten Burg an. Aber nach vielen anstrengenden Höhenmetern war schnell klar, dass wieder nicht alle bis zum Schluss durchhalten würden. Wieder waren es die drei hartgesottenen von gestern, die alle 7 Burgen besuchten, während der Rest nach einer kurzen Runde von ca. 10 km wieder in Schönau ankam und sich dort mit kühlem Radler erfrischte. 
Für das Abschlussessen hatte Michael in einem Lokal in Hagenbach, das angeblich früher ein Gefängnis und entsprechend eingerichtet war (siehe Bilder), einen Tisch reserviert. Ein gutes, reichhaltiges Essen in uriger Umgebung, ein kurzes Resümee des Wochenendes („Klaus willsch en warmes Radler?“), dann wurde die Heimreise angetreten. 
Gerald hat die Planung für die nächste Tour übernommen und wenn das klappt, können die Wanderstiefel zu Hause bleiben. Ein Hausboot soll´s werden oder zwei, wenn eins nicht reicht – und einfach nur relaxen.
Des wär schee...
Hans Grau
[ Gruppenbild von Martin ]

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Hüttenwochenende vom 21-23.Mai. 2004 
im Else Stolz Heim

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26 Teilnehmer verbrachten ein schönes Hüttenwochenende im Else Stolz Heim an der Schwarzwaldhochstraße.
Neben den aktiven Erwachsenen und  TUS Schülern waren in diesem Jahr zum ersten mal auch die Eltern mit dabei. So fand sich eine bunt gemischte Truppe zusammen. Natürlich war man sportlich mit Fußball und Tischtennisspielen aktiv. Am Freitagabend sorgte nach dem Grillen Troubadix Martin für musikalische Unterhaltung, von Marmor Stein... über das Telefon von Rosie bishin zur Sierra Madre fehlte nichts.
Auf dem Programm stand samstags eine Wanderung zur Sommerrodelbahn am Mehliskopf, welche unsere Jugend kräftig in Beschlag nahm.
Nachdem man später Peters neues "heiliges Blechle" bewundert hatte, besonders den riesigen Kofferraum (wichtig für einen Festausschuss) , zog es manchen ans Autoradio, um zu erfahren daß es die Schwaben im Fußball nicht geschafft haben in die Champions Klasse aufzurücken. Ohne Fernseher ging es nun zum geselligen Teil, und unsere Jüngsten konnten nach Herzenslust herumtoben. In geselliger Runde erfuhr man später aus dem Horoskop wesentliche Neuigkeiten zu allen Lebenslagen, und in der Nacht  wurde schließlich bei einem Nachtspaziergang getestet, wie unheimlich ein dunkler Schwarzwald sein kann.

Am Sonntag konnte man endlich nach dem Aufräumen unseren Vorstand von seiner innig geliebten Geschirrspülmaschine losreissen und so fuhr man nachmittags mit wenig Wochenendschlaf aber gut gelaunt wieder herunter von der Höhe.  Es hat allen sehr gut gefallen. Bedanken wollen wir uns an dieser Stelle noch bei allen Kuchen- und Salatspendern, sowie allen, die in irgendeiner Form zum Gelingen des Wochenendes beigetragen haben.
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10-jähriges Jubiläum – und nur einer geht mit !!!
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Aber allein war er doch nicht, unser „El Presidente“ Klaus Grüßinger, nur eben der Einzige, der alle Touren nicht nur mitgemacht, sondern größtenteils auch organisiert hat. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und vielen Dank, dass dir auch diesmal wieder eine fast perfekte Tour gelungen ist. 

Zwar zeigte sich der Freitag wettermäßig nicht von seiner besten Seite, und der mitgereiste Wetterman wurde immer nervöser, aber nur bei der ersten Rast an einem kleinen See, genannt Fischbödle, wurden ein paar Regentropfen registriert. Dass die Sonne sich gar nicht zeigen wollte, war eher von Vorteil, denn der harte Anstieg ließ auch so den Schweiß in Bächen fließen – was aber unseren drei Wanderfreaks mit Gämsenblut in den Adern nicht genug war. Doch Klaus hatte auch das bedacht und einen besonderen „Schikanierzwickel“ eingeplant, der Bernd, Michael und Peter aber auch wirklich alles abverlangte. 
Klaus, Werner und ich ruhten derweil auf dem 1363 m hohen „Le Hohneck“ etwas aus und genossen die gute Sicht bei einer Tasse Kaffee.
Unser Ziel für den ersten Tag, die ''Chaume de Schmargult“, wurde danach bald erreicht. Betten belegen, duschen, ein erstes kühles Bierchen, die Zeit bis zum Abendessen verging wie im Fluge. Zwar wurden wir um 22 Uhr in den Keller komplimentiert, aber das erwies sich als Glücksfall, denn hier konnten wir ungestört und vor allem auch ohne andere zu stören mit Klaus das 10-jährige feiern und mit Jubiläumszigarren die Luft verpesten. Für eine schöne Überraschung sorgte Jürgen, der zwar für das Wochenende absagen musste, aber aus Anlass des Jubiläums mit dem Motorrad nachreiste, und diesen Abend mit uns verbrachte.
Die Nacht war wie immer sehr kurz, aber ein Blick aus dem Fenster vertrieb schnell die Müdigkeit: kaum ein Wölkchen am Himmel. 
Ein ausgedehntes Frühstück, Rucksack packen und gut gelaunt konnte es losgehen, denn Klaus hatte für heute einen lockeren Spaziergang versprochen.
Am zweiten Tag laufen wir dann lediglich (ohne Höhenmeterunterschiede) entlang der 'Route des Cretes'. Dieser Abschnitt wird auch 'Route du Fromage' genannt, denn es geht durch saftige Almwiesen auf die im Frühling das Vieh getrieben wird. “ So stand es in der E-Mail von Klaus, aber es gab doch einige knackige Anstiege, die besonders uns Rauchern zu schaffen machten. Die Luft brannte in den Lungen. Doch keiner musste geschoben oder gezogen werden und bei diesem Wetter konnte uns nichts die Laune verderben. 
Ziel ist die 'Refuge du Hahnenbrunnen’, wo wir unter sehr einfachen Verhältnissen im Schlafsaal übernachten. “ Konnte man weiter in seiner Mail lesen, aber das war glücklicherweise ein Irrtum, denn die Refuge war vor kurzem renoviert worden. Das Abendessen wurde in der ca. 200 m entfernten ’Ferme Auberge Hahnenbrunnen’ eingenommen. Auch hier waren wir nach dem Essen bald die Letzten und traten wohl oder übel den Rückweg an. Aber in unserer Refuge war man noch wach, und mit ein paar Flaschen Rotwein konnte der Abend gemütlich ausklingen.
Am dritten Tag laufen wir nur abwärts ins Tal zum Auto und gehen dann evtl. nochmals Essen.“ Richtig Klaus, und mehr als einmal wurde die Frage gestellt: „Waren wir wirklich so hoch? Irgendwann müssen wir doch mal wieder unten sein!“ Dass die Wegmarkierung plötzlich zu Ende war, ist in den Vogesen wirklich nichts ungewöhnliches, aber selbst die alten Hasen unter uns brauchten fast 15 Minuten, um herauszufinden, wie es weitergeht. Aber schließlich konnte man die ersten Autos hören und bald sahen wir in einiger Entfernung den Parkplatz, wo unsere Autos standen. 
Dass wir den Rückweg nicht direkt antreten konnten, hatten wir Peter zu verdanken, der gleich bei der ersten Übernachtung sein „bestes“ Sweatshirt vergessen hatte. 
Nach über 2 ½ Stunden Fahrt ließen wir das Wochenende im „Zeitlos“ in Würmersheim ausklingen. Bei Wagenradgroßen Schnitzeln und kühlem Weizen aus dem Fass waren die Anstrengung und Blasen schnell vergessen, und es gab schon die ersten Überlegungen für das nächste Jahr. Aber da wird noch nichts verraten ...
Hans Grau

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Sissi-Tour
vom 27. - 29.07.01 in der Fränkischen Schweiz 

Zum ersten Mal hat die „kaiserliche Hoheit“ zum Wandern geladen und die Begeisterung für die Alternative zu der üblichen Vogesenwanderung war sehr groß. Es schien fast so, als hätten viele die Tortouren vom vergangenen Jahr immer noch nicht vergessen !! (Der Veranstalter nimmt sich davon selbst nicht aus, war das doch der Hauptgrund für sein Engagement). 
So machten sich 14 männliche Wanderfans (auch Sissi hatte dieses Mal kein Erbarmen mit den Frauen) bei herrlichstem Wetter auf, in ein neues, bisher fast gänzlich unbekanntes Territorium vorzudringen.
Bruno hatte sich bereiterklärt, nachdem er fast 10 Jahre dort auf Erkundung war, eine Tour in der Fränkischen Schweiz zu organisieren. Und da es dort etwas flacher zugeht, lag die Vermutung nahe, dass die Tour doch eher etwas für „Weicheier“ sei. „Außerdem könnte man ja  gleich in der Abendgarderobe aufbrechen“, hörte man es aus so mancher Ecke unken. Und so war die Sissi-Tour geboren. 
Das Stichwort hatten insbesondere unsere Fräuleins „Klaus“ und „Dieter“ ernst genommen, denn zum morgendlichen  Treffpunkt geizten sie nicht mit Ihren weiblichen Reizen. Selten hat die Grenzstr. in Durmersheim solch ein Stell-Dich-Ein erlebt. Allerdings hielt die   Begeisterung der beiden für die unbequemen Schuhe, die langen Röcke und die Perücke nicht allzu lange an, auch deshalb nicht, weil man zu Hause schon wieder sehnlichst Verwendung für die Kleidungsstücke angemeldet hatte. 
Nach ca. 4 Std. war das Ziel erreicht, und der Veranstalter musste die Truppe erst einmal schonend darauf vorbereiten, dass es mit der geplanten Übernachtung in der Brauerei nichts wurde. Zum Glück konnte kurzfristig eine Bleibe organisiert werden, sonst wäre der Trip doch noch zum Abenteuer geworden. Und auf den Schreck bzw. zur Einstimmung auf die Tour wurde gleich der erste Biergarten angesteuert. Wer sich jetzt allerdings auf eine Weißwurst freute, der wurde gnadenlos enttäuscht, denn im Frankenland hat man es nicht so mit den bayrischen Sitten. Dafür haben die günstigen „Spritpreise“ doch wieder einiges zur Auflockerung der Stimmung beigetragen.
Nach der Stärkung ging es kurz vor Mittag los. Und der erste Anstieg sollte auch gleich die härteste Prüfung für das Team sein. Der forderte seinen Tribut und die nicht so Geübten unter uns merkten schnell, dass auch kleine Hügel der Lunge ordentlich was abverlangen können. Die hohen Temperaturen taten die übrige Wirkung dazu, und so waren einige kurz davor, schon nach ein paar Minuten die Segel zu streichen. Das Tempo wurde etwas heruntergesetzt und so haben es dann doch alle geschafft. Das nächst größere Problem bestand nun darin, einen geeigneten Rastplatz zu finden. Eine Sitzbank sollte schon dabei sein, fanden die nun immer mehr zu verweichlichen, beginnenden Wandersleute. Allerdings war der Hunger bald größer als die hohen Ansprüche, also begnügten wir  uns mit einer schattigen Lichtung. Unerklärlicherweise wollten uns einige seltene vorbeistolzierende Spezies (auch so herumstreunende Wandersleut) mit einer Vatertagstour in Verbindung bringen. Das mussten wir natürlich heftigst dementieren und ferner beschlossen wir, den Biervorrat so schnell wie möglich aufzubrauchen. Unnötigen Ballast abschmeißen, könnte man auch dazu sagen, denn wer trinkt schon gerne warmes Bier? 
In der Folge wurden die Pausen immer länger und jede noch so kleine Rastmöglichkeit wurde zum Stop genutzt (nicht zu letzt um sich einer anderen Sucht zu widmen. Es war einfach unglaublich, wie hoch der Konsum von „Glimmstengeln“ innerhalb eines Wochenende ansteigen konnte. Eigentlich beschäftigte uns das Thema durchgehend das ganze Wochenende, aber es sei hier nur ein einziges Mal erwähnt. Doch wer geglaubt hat, dass die „Suchtbolzen“ ein schlechtes Gewissen bekommen würden, der hatte sich schwer getäuscht). 
Der Organisator sah sich schließlich dazu genötigt ,die Tour zu verkürzen und so blieb der Ausblick vom Guckhill allen verwehrt. Abkühlung gab es dafür in einer Tropfsteinhöhle. Die Frage darf gestellt werden, ob das tropfende Nass nur die Vorfreude auf das nächste kühle Hefe weckte. Denn nach der unterirdischen Wunderwelt war es unmöglich an dem nächsten Biergarten vorbeizukommen. Manne und Dietmar hatte dann endgültig genug vom Laufen und nahmen den nächsten Bus zurück. Der Rest bestieg noch eine Ruine und dann ging es endlich ins Quartier. Was uns dort für Annehmlichkeiten erwartete, das war auch für den Veranstalter sehr erfreulich. Große und gemütliche Zimmer, ein herzhaftes Abendessen, ein gemütlicher Biergarten und eine fleißige, gut aufgelegte Bedienung, die für jeden Scherz zu haben war. Selbst die Frage, ob sie arg verheiratet sei, konnte sie nicht aus der Ruhe bringen. 
Am nächsten Tag ging es nach Pottenstein, der Touristenmetropole in der „Fränkischen“. Zuerst gab es wieder einen kurzen, knackigen Anstieg (leider haben schon wieder einige geschwächelt und die herrliche Aussicht verpasst) und dann ging es durch den schattigen Wald. An diesem Tag wurde ein ordentliches Tempo vorgelegt . Es schien fast so, als wollten einige die Defizite des vorangegangenen Tages wett machen. Mittags machten wir Rast an einer Ruine und das Picknick wurde ausgiebig genossen. Der Rückweg war dann etwas anstrengender, denn der Höhenweg lag in der prallen Sonne. Doch die versprochene Abkühlung im Freibad trieb uns alle an. Als wir schließlich ankamen, war das Bad so überfüllt, das plötzlich keiner mehr einen Gedanken an Baden verschwendete. Vielmehr galt es, den erlittenen Flüssigkeitsverlust sofort auszugleichen. Ein schöner Biergarten am nahegelegen See kam da gerade recht, und trotz der niedrigen Preise schmolz die Gemeinschaftskasse umgekehrt proportional zu den hohen Temperaturen dahin.
Und darauf haben dann alle lange gewartet. Die Brauereibesichtigung!! 
Zum Ausgleich für die missglückte Buchung gab es einen kostlosen Umtrunk vom Hauswirt, der alle hellauf begeisterte. Die anschließende Führung in der kleinen hauseigenen Brauerei war vom feinsten und auch die Trinkprobe vom unfiltrierten Bier wird unvergessen bleiben. Dieses Mal wurde typisches, deftiges Fränkisches aufgetischt (nur Michael konnte sich mit einer Portion nicht begnügen), und anschließend gönnte man sich das ein oder andere Gläschen Bier. Für 3,-- DM pro Halbe, das würde man so schnell ja nicht wieder bekommen! 
Am Sonntag stand noch eine Stadtführung in Bamberg auf dem Programm. Gerhard hat freundlicherweise die Tour organisiert. Die altertümliche Altstadt und die schönen verwinkelten alten Gässchen luden zum Flanieren ein, nur die ortsansässigen Fahrradfahrer hatten was gegen die „scheiß“ Touristen. Zum Abschluss eine fränkische Malzeit im Biergarten und dann ging es wieder zurück. 
Es ist wahrlich nicht übertrieben wenn ich sage, dass alle von der Tour begeistert waren. 
Nächstes Jahr steht die Jubiläumstour (10-Jähriges) in den Vogesen an. Und ein kleines Startkapital steht auch zur Verfügung, nachdem der Veranstalter leider eine etwas zu hohe Nachforderung gestellt hatte. Klaus wird dafür schon die passende Verwendung finden. 

Eines kann ich Euch aber jetzt schon versprechen. Ihr werdet Euch noch nach der gemütlichsten aller Touren sehnen, zumindest wenn Euch nächstes Jahr dann Eure Knie wieder weh tun oder wenn das Wetter uns vielleicht wieder einen Strich durch die Rechnung machen sollte.
             Bis dahin bleibt fit 

Eure  Sissi-Tours. 
(Bruno Kistner)

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Tour de Murg -
die Tour der schnellen Abfahrten

Rasant ging es schon zu, wie man auch einigen Bildern sehen kann. Die Betreuer Martin, Peter und Regina waren da schon heilfroh, als am Abend alle wieder wohlbehalten in Durmersheim waren.
Los ging´s am frühen Sonntagmorgen (für manche zu früh) an der Turnhalle in Durmersheim. Von dort mussten wir im Eiltempo nach Bruchhausen radeln, damit uns der Zug in Richtung Baiersbronn nicht entwischt. Nachdem dann die Räder im Fahrradabteil verstaut waren und alle ihren Platz im Zug gefunden hatten (die Schaffnerin wurde da schon leicht nervös), wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Ab Gernsbach war klar, das alles müssen wir wieder zurückradeln und da gab es schon den einen oder anderen bangen Blick. In Baiersbronn gab Martin dann die letzten Instruktionen und die gesamte Meute konnte es nun kaum erwarten, loszuradeln. An der Spitze unser Streckenchef Martin, der die Tour im Vorfeld sehr gut vorbereitet und so auch den Streckenverlauf jederzeit im Griff hatte. Alles war sooo schön.... bis der erste Berganstieg zu sehen war. Hier zeigte sich bald, wer Favorit für das Bergtrikot war. Hunger und Durst stellt sich dann auch schon bald wieder ein und so mancher Rest Fleischwurst wechselte den Besitzer...Frische Luft macht eben hungrig.
Nachdem wir uns in Forbach mit einem Eis gestärkt hatten, musssten wir noch einen ziemlich heftigen Anstieg bewältigen, ehe wir uns wiederum in Richtung Gernsbach den Berg hinunterstürzten, wo uns Edwin, Hans und Dietmar bereits erwarteten. Die Würste und Steaks lagen schon auf dem Rost, die Getränke waren kaltgestellt, sogar an ein Gläschen Sekt hatten sie gedacht. Nach dieser Stärkung gab es noch eine Runde Minigolf, bevor wir uns schon wieder in Richtung Bahnhof aufmachen mussten. Auf dem Bahnsteig haben wir noch eine kurze Dusche von oben bekommen. Am Bahnhof in Malsch angekommen, waren die Kleider bereits schon wieder trocken. Ein Blick auf den Kilometerzähler in Durmersche verriet uns, dass wir insgesamt an diesem Tage 60 Kilometer geradelt sind und da wurden auf einmal alle ganz schön schlapp....
Regina Ihli

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Ein Märchen wird wahr ...

„Knusper, knusper Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“ 
„Der TuS Durmersheim, Abteilung Tischtennis“, erscholl es aus 2 Dutzend Kehlen. So war die Hexe dann doch etwas blass, als sie vor ihr Häuschen trat und die Ankömmlinge begut- achtete. – 
Diese waren mit der S-Bahn von Durmersheim bis Leingarten/West gefahren und dann frohen Schrittes (allen voran unser wandererprobter Michael K., der am Liebsten noch ein paar Umwege gemacht hätte) zum Heuchelberg marschiert. Dort, so hatte der Festaus- schuss versprochen, würden ein gutes Essen und eine Riesenüberraschung auf die bunte Schar warten.- 
Die Hexe führte die Zelluloid-Künstler (einige mit Ehepartnerinnen) nach drinnen in einen festlich geschmückten Raum mit langer Tafel und zur Begrüßung gab es gleich den ersten Zaubertrank. Um die „normale Welt“ völlig auszuschließen, wurden Namensschilder verteilt und es war unter Androhung schlimmster Folter verboten, sich mit den alten Namen anzu- sprechen. Schon hier zeigte die Hexe ihre übersinnlichen Fähigkeiten und so wurden z.B. Sepp V. zum „Nimmersatt“, Peter H. zum „Bollenpotz“ (beides überaus treffend) und der mitgereiste Wetterman (denn nur, wenn der dabei ist, regnet es – und bei schönem Wetter kann schließlich jeder einen Ausflug machen) zur „Wetterhexe“. 
Mehrmals vor dem Essen schaute die Hexe herein und verfolgte mit lauter Stimme und Zaubersprüchen eine Einschüchterungstaktik, fand aber in dem sonst eher schüchternen Alfred B. einen hitzigen Widerpart – was nicht ohne Folgen bleiben sollte. 
Doch nun kam der Auftritt des Wunderkochs! 
Hexensuppe aus dem großen Kessel, Fleischgerichte vom Feinsten und Beilagen ohne Ende – soviel die hungrigen Mäuler auch stopften und mampften, auf wundersame Weise gingen die Speisen nie aus ... 
Nun zeigte die Hexe zum ersten Mal so richtig was sie konnte – Schwuppdiwupp waren Alfred B., Udo F. und Uwe Z. verschwunden und tauchten sofort wieder auf. Aber wie sahen die denn aus? Wer sich in der Szene auskannte, wusste sofort: hier waren die Schürzenjäger. Mit viel Trara und Humbatäterä scheuchten die die satte Schar aus den Sitzen und es wurde geklatscht, gelacht und gesungen. Leider hielt dieser Verwandlungs- zauber nicht allzu lange. Aber schon war der nächste dran: Auch Michael K. hatte sich zu vorlauten Äußerungen hinreisen lassen und so stand er plötzlich total erblondet und mit dunkler Sonnenbrille im Raum und musste, ob er nun wollte oder nicht, ein Lied nach dem anderen trällern. Wer hätte gedacht, dass so viele Fans unter den mitgereisten Damen sind, der „Künstler“ konnte sich deren Zuwendungen und Aufdringlichkeiten kaum erwehren und war froh, als der Zauber endlich vorbei war. Ermattet sank er in einem Stuhl zusammen und die weiblichen Fans waren fassungslos. Als dann aber Peter H. zum weltberühmten Wolfgang Petri mutierte, war die Stimmung grenzenlos. Sah man da und dort vielleicht eine Träne (nicht nur bei den Damen), als auch dieser Zauber nicht ewig hielt? 
Da es bei den Hexen mit dem Nachwuchs offensichtlich nicht so toll aussieht, durften zwei der mitgereisten Ladies den Hexenbesenführerschein machen. Dass dies eine extrem schweißtreibende Sache war, kommt auf dem Bild nur schwach zum Ausdruck, musste doch ein wilder Ritt auf dem Hexenbesen in sturmdurchtoster Höhe simuliert werden. Gabi F. und Vroni G. bewiesen aber echt gute Kondition und durften das begehrte Dokument (leider nicht als Ersatz für den Autoführerschein zu gebrauchen) mit nach Hause nehmen. 
Da die Hexe all ihre Zauberkraft aufgebraucht hatte und wir ohnehin ja noch die Bahn erreichen mussten, traten wir mit Fackeln und guter Stimmung den Rückweg an. Die Fahrt verlief fast problemlos, mussten wir doch nur mal kurz in einen Schienenersatzbus umsteigen, weil ein Teil der Strecke gesperrt war. In Durmersheim angekommen ließ der harte Kern der Truppe den Abend im Rosenstüble bei unserer Lieblingswirtin ausklingen. 

P.S. 
Diese Unternehmung hatte der Festausschuss endlich mal ohne die tatkräftige Unterstützung unseres Abteilungsleiters zu Stande gebracht und dies, lieber Klaus, wollen wir auch in Zukunft versuchen – nur, was hat man als Abteilungsleiter dann überhaupt noch zu tun?!? 
 

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Hüttenfreizeit im Naturfreundehaus
 in Michelbach 
12. bis 14. Mai 2000

Insgesamt 13 Jugendliche und 14 Erwachsene machten sich am frühen Freitagabend auf den Weg nach Michelbach, um dort im Naturfreundehaus ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. Die Zimmeraufteilung klappte diesmal prima und auch das Abendessen stand Ruck Zuck auf dem Tisch, sodass einem zünftigen Hüttenabend nichts mehr im Wege stand. Zum Aufwärmen gab es die allseits bekannte und beliebte Moorhuhnjagd, bei der die Jugend (natürlich) die Nase vorn  hatte.  Auch bei einer Ballstafette, bei der es galt, einen Tischtennisball per Pusten über fünf Gläser hinweg zu transportieren, setzten sich unsere Schüler durch.  Ein besonderes Bonbon war dann der Auftritt der aus Funk und Fernsehen bekannten Girl-Group „Four Colours“  alias Tanja, Diana, Nadine und Jessica. Danach gab es wieder, von vielen bereits sehnlich erwartet, unsere gute hausgemachte Musik mit Martin und Dietmar und es wurde gesungen und gelacht bis tief in die Nacht.  Nach dem Frühstück am Samstagmorgen machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg zum naheliegenden Sportplatz in Michelbach, wo Fußballspielen, Badminton und Völkerball angesagt war. Einige Aufregung gab es dann, als  sich Alexandra beim Sturz von einem Geländer den Arm gebrochen hatte und Christian mit Kreislaufproblemen ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Gesichter waren natürlich erst einmal etwas betrübt. Nachdem aber Entwarnung aus dem Krankenhaus kam, stieg das Stimmungs- barometer wieder. Nach einem deftigen Abendessen mit Schniposa gab es noch ein zünftiges Lagerfeuer und eine Nachtwanderung. Peter und Regina machten sich mit ihren Schützlingen, die mit Fackeln ausgerüstet wurden,  auf den Weg, um den Hagemann zu suchen.... gefunden haben wir allerdings nur einen kleinen Frosch. Ein wenig abenteuerlich wurde es dann doch noch, als niemand mehr so recht wusste, wo es lang ging und auch nicht so ganz klar war, wann die erste Fackel abbrennen würde. Passiert ist nichts, aber wir hatten an diesem Tag ja auch bereits genug erlebt. Es war schon ganz schön spät, bzw. schon wieder recht früh, bis Ruhe in der Hütte einkehrte. Am Morgen danach stand noch einmal ein Frühstück auf dem Programm, bevor dann Reinemachen und Abschiednehmen angesagt war. Dass die Autos von Peter, Regina und Gudrun nicht am McDonald’s in Rotenfels vorbeikamen, versteht sich fast schon von alleine. Schee wars wieder. Last but not least: Ein herzliches Dankeschön an Edwin Kary, der die Hütte organisiert hat und auch an alle KuchenbäckerInnen für die gespendeten Leckereien. Selbstgemachtes schmeckt eben doch besser. Ach so, beinähe hätte ich es vergessen: Danke an unseren Wetter-Frosch für das strahlende Wetter. 
Regina Ihli
 




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www.paddelwochenende.de

Alle neun Aktiven, die sich am frühen Samstagmorgen auf den Weg an die Donau gemacht haben, waren sich am Ende einig: Schee wars. Die schlimmsten Befürchtungen, dass sich einige auf der Donau „verpaddeln“ könnten, sind nicht eingetreten. Etwas auf Abwegen war bei der Hinfahrt das Führungsduo (trotz ausgezeichnetem Kartenmaterial und einem Kartographen an Bord), aber Gott sei Dank saß unser www.klugscheisser.de in einem der folgenden Fahrzeuge. Inspiriert von der wunderschönen Landschaft und der wildromantischen Donau waren der Phantasie im Erfinden von Internet-Adressen keine Grenzen gesetzt und so manch einer nutzte beim nächtlichen Kerzenschein die Gelegenheit, sich zu outen. Vielleicht lag es aber auch an den frostigen Nachttemperaturen und da (wie immer) fast alle auf unseren Abteilungsleiter gehört und nur „kurze Hosen“ eingepackt hatten, war Zähneklappern angesagt, außer man gehörte zu den zwei Glücklichen, die sich eine Decke beschafft hatten. Wie war das: Jeder denkt nur an sich, nur ich denk an mich. Da gab es nur eine Abhilfe: Die Wärme musste von innen kommen und was wärmt besser, als ein gutes Glas oder besser gesagt Becher Rotwein. Einen kleinen Wermutstropfen hatte das Wochenende dann doch noch: Deutschland hat bei der EM gegen England verloren und das schlimmste: Wer hat wohl richtig getippt? Genau! Typisch. 
Regina Ihli
 

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In 3 Tagen von Dolleren nach Dolleren

Nicht, dass wir so langsam waren beim Umrunden dieses kleinen Ortes in den Südvogesen. Zwischen Abmarsch am Freitag, den 28. und Ankunft am Sonntag den 30. Juli lagen etliche Kilometer und vor allem anstrengende Höhenmeter. 9 Mann marschierten los und 10 kamen an – normalerweise ist es eher  umgekehrt – was aber daran lag, dass Bruno Kistner erst am Freitagabend zu uns stieß. Außer ihm waren noch dabei: Klaus Grüßinger, Martin Kistner, Peter Hüsch, Jürgen Kölmel, Bernd Herrmann, Gerhard Schwab, Michael Ritzkowsky, Wolfgang Rudert (alias Rudi) und der Schreiber, Hans Grau. 
Die Fahrt nach Dolleren verlief fast problemlos, kleinere Umwege waren natürlich geplant und keineswegs Folge von Orientierungslosigkeit. Auf dem Parkplatz vor der Kirche wurden die Autos abgestellt und Verpflegung und Trinken einigermaßen gleichmäßig verteilt. Forschen Schrittes ging es dann los und schon die erste Steigung machte jedem klar, es wird kein Spaziergang. Immerhin sah das Wetter gar nicht so schlecht aus, was aber nicht lange anhielt. Regenschauer machten die schmalen Wege schlüpfrig und trotz guter Regenkleidung waren alle bald naß, da sich unter den Jacken und Ponchos schnell ein saunaähnliches Klima einstellte. Bänke und Tische suchte man vergebens, so dass das Mittagessen im Stehen an zwei Baumstümpfen eingenommen wurde. Frisches Baguette, herzhafte Dosenwurst und guter Rotwein ließen die äußeren Umstände bald nebensächlich erscheinen. Dass Martin auf seinem Mini-Gaskocher heiße Ravioli zauberte war dann noch das Tüpfelchen auf dem i. Obwohl die Karte sehr häufig zu Rate gezogen werden musste, wurde das erste Etappenziel, die Auberge du Langenberg, fast ohne Umwege gefunden. Nur als unser Abteilungsleiter einige hundert Meter vor dem Ziel noch mal Rast machen wollte, stieß er auf Granit, was sich im Nachhinein als glücklicher Umstand herausstellte, denn mit dem Beginn des 5. Regenschauers des Tages trafen wir bei der Auberge ein. Flüssigkeitsverlust ausgleichen, Bett belegen (ich will aber unten ?!?), Duschen – die Zeit bis zum Abendessen ging wie im Flug vorüber. Dem Umstand, dass Martin fast perfekt Französisch spricht, hatten wir es zu verdanken, dass der Wirt das telefonisch Vorbestellte (einen „Baeckaoffa“) auch tatsächlich kochte – selbst Martin war etwas überrascht. Mitten in das Mampfen platzte dann Bruno, der gar nicht verstehen konnte, warum einige so schief dasaßen. 
Leider ging auch die Nacht sehr schnell vorüber – kein Wunder, wenn man erst nach Mitternacht ins Bett geht. Der frühe Morgen zeigte sich neblig, aber bei einem guten Frühstück schauten alle doch positiv auf das, was heute kommen sollte. 
Das war eine totale Fehleinschätzung!!! 
Der Nebel machte die Suche nach dem richtigen Weg zu einem Glücksspiel. Leicht genervt vom vielen in die Karte schauen und nach den richtigen Wegpunkten suchen (blauer Kreis oder rote Raute?) beschloss unser „El Presidente“ Klaus: Wir marschieren direkt über den Ballon d´Alsace! So weit, so gut, hätte da nicht der Regen eingesetzt, der auch nicht mehr aufhören wollte. Dem Wetterexperten (meine Person alias www.schlauberger.de) war natürlich gleich klar: Wir sind im Luv der Berge, da stauen sich die Wolken und aus einem harmlosen Schauer wird ein richtiger Dauerregen. Aber was nützt diese Erkenntnis, wenn man nicht mal so einfach in den Windschatten der Berge fliegen kann?!? Also blieb uns nichts weiter übrig, als den Unbilden der Witterung zu trotzen und den Weg über Stock und Stein zu suchen. Eine kurze Mittagsrast unter tropfendem Laub (wieder ohne Tische und Bänke), aber mit warmem Ravioli (super Martin), reichte kaum, die verbrauchte Energie wieder aufzutanken und führte eher dazu, da alles feucht und klamm war, dass man schnell begann zu frieren (eine Dose Ravioli kann halt 10 Mann nicht aufwärmen). Für mich, der ich das erste Mal an diesem Männerwochenende teilnahm, wurde der Weg zu einer einzigen Zumutung: von Steinen und Wurzeln übersät, oftmals kaum 30 bis 40 cm breit, vom Regen morastig oder gar sich in einen kleinen Bach verwandelnd. So ging es mehrmals bergauf und bergab, die Kräfte schwanden immer mehr. Wie weit war es noch zu Denise? Viel mehr als diesen Namen wussten wir nicht. Wir suchten eine Refuge am Rossberg, bewirtet von jener Denise. Glücklicherweise trafen wir am Belacker auf einem Gehöft einen „weisen Mann“, dessen Mitteilung uns wieder Hoffnung schöpfen ließ: nur noch einen Anstieg, dann ist der Weg fast eben. Dass es aber noch ca. eineinhalb Stunden dauern sollte bis zur Ankunft, war dann doch ein kleiner Wermutstropfen. Hätten hier schon einige von uns gewusst, was es mit dem „einen Anstieg“ auf sich hat, wären sie wohl umgekehrt. Fast wie im Hochgebirge und auf glitschigen Steinen mussten wir uns nach oben kämpfen. Nicht alle von uns natürlich, die Wanderfreaks hüpften wie die Gemsen von Stein zu Stein und waren bald den Blicken entschwunden. Aber dank Martins Schokolade und Rudis Schokokeksen schafften es letztlich doch alle nach oben. Tatsächlich war der Weg jetzt fast eben und schon nach kurzer Zeit konnten wir ein Haus ausmachen. Wir hatten es geschafft und Denise gefunden. Von ihrem Mann (war da in einigen Gesichtern etwas Enttäuschung zu sehen?) wurden wir begrüßt. Endlich raus aus den nassen Schuhen und Klamotten, der Kachelofen war angeheizt, das Bier kaltgestellt. Mein Wehklagen wurde mit Sprüchen wie: So eine Wanderung muss halt weh tun! schnell hinweggefegt und ich duckte mich still auf einen Stuhl, wissend, dass es nur noch besser werden kann. 
Und mit dieser Einschätzung hatte ich tatsächlich recht!!!
Nicht nur, dass nach einem sehr guten Essen und einigen Gläsern Rotwein die Erschöpfung bald überwunden war und Michael, wie auch Klaus und Gerhard mit lockeren Sprüchen und deftigen Witzen die Laune auf ungeahnte Höhen steigen ließ, auch der letzte Tag zeigte sich von seiner besten Seite. Zwar begann er wieder mit Nebel, aber der wurde von einer kräftigen Sonne bald aufgelöst und mit trockenen Schuhen ging es nun abwärts, abwärts, abwärts. Waren wir wirklich so weit oben? Runter ist sicher nicht so anstrengend wie rauf, aber allmählich begannen die Kniegelenke zu knirschen. Doch was war da? Wir trauten unseren Augen nicht: da stand doch tatsächlich ein Tisch mit 2 Bänken im Tal. Ausgerechnet jetzt, da wir keine Rast machen wollten. Aber so kurz vor dem Ziel hatte keiner Lust sich lange hinzusetzen. Wie die Sch..., die den Trog riechen, hetzten selbst die Fußlahmen weiter. Bei den Autos angekommen, wurde schon wieder gescherzt und selbst leicht blutende Zehen nicht weiter ernst genommen. 
Gerhard, Michael und Bruno brachten die Meute dann wieder sicher nach Hause, allerdings nicht ohne einen kleinen Abstecher zum Eis-Paradies in Bietigheim. 

Anstrengend wars, aber auch schee und zünftig, manchmal ein bißchen zotig, aber so sind sie halt, die Mannsbilder, wenn man sie ohne Aufsicht losziehen lässt.
Hans Grau
 

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